Dienstag, 12. November 2019
Nackte Tatsachen!
Wie angekündigt habe ich für ein paar Wochen das Jammern eingestellt. Und nein, ich mache damit jetzt nicht weiter, - denn rückblicknd betrachtet war das in den letzten Monaten echt... ja, wie nun. Unwürdig? Erbärmlich? Jammerlappenhaft? Wie auch immer, jedenfalls nicht schön.

Dennoch, ein kleiner Rückblick: Der „Zwischenzustand“ hat sich weiter in den Alltag geschlichen, der durchschnittliche Stimmungszustand bei uns zu Hause war erwetungsgemäß grottenschlecht. Eines Samstag morgens habe ich es eskalieren lassen, habe meine Frau in die Ecke gedrängt und für Fakten gesorgt. Was ist nun los, wie geht es weiter, bla sülz. Wie zu erwarten hat sie dem Ende zugestimmt, welches ich ihr vorgeschlagen habe. Und da,ich in guter Laune war, habe ich gleich forciert, dass sie es „unserer“ Tochter sagen sollte. Sie hat es halbherzig versucht, um dann in Tränen zusammen zu brechen und anschließend alles zu relativieren. Quasi, war eigentlich nicht so gemeint. O.k., das war jetzt überspitzt und böse von mir, aber letztendlich geht es darauf hinaus. Der restliche Samstag war aufbauend, inklusive spontanem Ausflug zum Wohnwagen. Doch schon Sonntag abend wieder Eiszeit, sodass ich den Montag darauf dann die Kündigung für die gemeinsame Wohnung geschrieben habe. Voher folgte noch ein kurzes Gespräch auf unserer Terasse, wo sie ehrlich mitgeteilt hatte, dass es ihr Wunsch wäre, dass ich nur noch alle zwei Wochen als Wochenendpapi eine Rolle in ihrem Leben spiele. Wie gesagt, darauf hin habe ich alle Hoffnungen auf ein glückliches Ende über Bord geworfen und mich innerlich mit der Trennung abgefunden.

Der Dienstag Morgen war dann überraschend. Sie hat die Kündigung zerrissen, sich zu mir und unserem Kind ins Bett gekuschelt und versucht seitdem, wieder (m)eine Ehefrau zu sein. Wir haben seitdem nicht mehr darüber gesprochen, und sogar wieder körperlichen Kontakt in Form von Sex gehabt. Zugegeben, es gab zwischendurch auch wieder einen Tiefpunkt, aber es wird tatsächlich täglich wieder „normaler“, soweit dieses auf uns überhaupt zutreffen kann.

Von daher habe ich mich entschlossen, mal nackte Tatsachen zu präsentieren, damit sich die Welt ein Bild davon machen kann, wie wir live und ungeschminkt aussehen:



So, jetzt ist es unwiderruflich. Spaß beiseite, meine Frau hat sich überlegt, eine Halloween-Party zu feiern, so richtig mit Kostümen und so weiter. Abgesehen davon, dass ich Halloween nicht leiden kann, war das eine klasse Party und alle hatten ihren Spaß. Für unsere Deko wurden wir sogar von einem echten Profi gelobt. Meine Frau hat sich beim Buffet richtig Mühe gegeben, muss mir mal die Mühe machen, die Bilder hier hochzuladen. Fazit also: es geht irgendwie weiter, womit ich eigentlich nicht mehr gerechnet hatte. Meine Tochte hat mir heute bestätigt, dass ich ihr Papi bin, auch wenn ich eigentlich nicht ihr Papi bin, was ihr ziemlich egal ist. Sie kann das mittlerweile unterscheiden und verstehen, was damit gemeint ist. Zu Weihnachten wünsche ich mir, dass ich sie irgendwann tatsächlich adoptieren kann/darf. Im Moment mag ich meine Frau damit nicht nerven, aber es ist tatsächlich ein großer Wunsch. Und eigentlich für sie von Vorteil, selbst nach einer Trennung bin ich dann in der Pflicht. Aber daran mag ich heute gar nicht denken.

Kleine Sportzigarettenpause. Es wird Zeit. Zeit für eine Änderung. Die Frage ist: Kann ich es noch? Bin ich noch in der Lage, mit über 41 Jahren mein Leben zu ändern? Wie festgefahren bin ich, wieviel Willenskraft steckt noch in mir?
Wenn ich zurückblicke, wenn ich versuche mich zu erinnern, wie ich mit 16 Jahren gedacht habe, kommt es mir so vor, als wenn es gestern war. Aber was ist davon in der Realität übrig geblieben? Ich bereue nichts, dennoch ist alles anders gekommen als ich es damals erträumt hatte...

In diesem Sinne,
Francis Fortune

... link (0 Kommentare)   ... comment


...bereits 11 x angeklickt


Freitag, 30. August 2019
Wochenende
Hallo Welt.
Heute überspringen wir den Jammer-Teil einfach. Der Kommentar zu meinem letzten Beitrag war hoffnungsvoll ernüchternd gewesen...
Mein neuer Job ist cool. Anstrengend, interessant, spannend, herausfordernd. Ich bin voll beim Thema und daher abgelenkt und abends gut ausgelastet. Geld auf dem Papier von links nach rechts zu verschieben und einem Haufen Menschen die unterschiedlichsten Zahlen zu präsentieren. Im Grunde ganz simpel. Und irgendwie auch abstrakt. Ich habe zu dem Geld keinen Bezug, ob ich zehn Euro oder drei Millionen Dollar verbuche, ich sehe nur die Zahlen und Konten. Und da ich zu blöd bin, unauffällig ein paar Millionen auf mein eigenes Konto zu verschieben, muss ich also auch morgen wieder dahin. Und das mache ich, im Gegensatz zu den letzen beiden Jobs, wieder gerne. Und das hilft mir wiederum im Alltag, Kraft für die Familie zu haben. Na mal schauen, morgen ist Kindergeburtstag bei uns. Mit kreativer Schnitzeljagd, die meine Frau und ich gemeinsam vorbereitet haben. Das war ein schöner Moment, wie in den guten Zeiten. Wird schon. Langsam.

Inn diesem Sinne,
Francis Fortune

... link (0 Kommentare)   ... comment


...bereits 83 x angeklickt


Samstag, 24. August 2019
Letzter Teil: Farbe bekennen!
O.k., ich muss der Realität ins Auge blicken: meine Frau bemüht sich, ihre Liebe wiederzufinden. Ich gebe ihr noch etwas Zeit, doch dieses Mal habe ich mir eine Grenze gesetzt. Ist bis zu diesem Zeitpunkt ihr Verhalten mir gegenüber nicht wieder so, wie es mal war, bzw. wie es in einer Ehe sein sollte, werde ich dann die Schutz-Entscheidung fällen. Punkt.
Mit dem derzeitigen Zustand lässt es sich nicht dauerhaft leben, weder für sie, für meine Tochter noch für mich. Ich habe einen großzügigen Zeitpunkt gewählt, der aber bleibt bestehen.
Bis dahin versuche ich, so „normal“ wie möglich zu sein. Werde nichts mehr von mir aus ansprechen, schon gar nicht das Thema Sex. Einfach so tun, als wäre nix geschehen.
Nun dann, bis dahin bleibt auch hier zu diesem Thema Ruhe. Zuletzt: ich musste die letzten Tage feststellen, dass ihr grauenhaftes Verhalten doch dazu führt, dass ich mich emotional von ihr entferne. Nun ja, wahrscheinlich ist das ja auch so gewollt...

Auf zur Einschulungs-Feier!

In diesem Sinne,
Francis Fortune

... link (1 Kommentar)   ... comment


...bereits 110 x angeklickt