Montag, 31. August 2020
Corona und ich... Teil II
Habe gerade versucht, mich etwas weiterzubilden...


Email vom heutigen Tage an Querdenken-711



Sehr geehrte Damen und Herren,

als kritischer Bürger dieses Landes verfolge ich natürlich die aktuelle Nachrichtenlage. Am Samstag, den 29.08.2020 hat unter anderem Ihre Initiative zu einer Demonstration in Berlin aufgerufen. Im Voraus habe ich versucht herauszufinden, gegen was oder wofür Sie eigentlich demonstrieren wollten, leider vegeblich. Dabei ist mir nicht entgangen, dass sehr suspekte Interessengemeinschaften sich Ihrem Aufruf angeschlossen hatten, zum Beispiel bekennende Nazis, Reichsbürger und Anhänger diverser Verschwörungstheorien.
Als Protestgrund wurde immer nur genannt, dass sie die Maßnahmen der Bundesregierung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie für überzogen halten und im gleichen Zuge die Absetzung der Bundesregierung fordern.
Nun zu meiner Nachfrage: Welche Maßnahmen der Bundesregierung sind denn eigentlich genau in der Kritik? Geht es um das Tragen des Mund-und Nasenschutzes?
Auch bei Freunden und Bekannten habe ich natürlich nachgefragt, einige von ihnen waren auf der Demo anwesend, ehe sie aufgelöst wurde. Von denen konnte mir keiner eine Antwort geben, was genau eigentlich kritisiert, bzw. für überzogen empfunden wurde.
Ich wäre Ihnen durchaus dankbar, wenn Sie mir etwas ausführlicher beschreiben könnten, welche Einschränkungen in Deutschland eine Demonstration rechtfertigen, bzw. Anlass zur Kritik geben. Sofern ich tatsächlich eine Antwort erhalte, würde ich dadurch gerne eine Bildungslücke bei mir schließen.

Vielen Dank im Voraus und mit freundlichen Grüßen,
Francis Fortune



Nachtrag: Bin tatsächlichh gespannt, ob sie mir eine Antwort senden. Die werde ich hier natürlich auch posten!

2. Nachtrag: Die Antwort (wie von mir erwartet) hat nicht lange auf sich warten lassen...

Liebe Querdenker,

*** NACHRICHTEN WERDEN NICHT BEANTWORTET ***

Wir bekommen tausende Mails und können diese Mail Flut nicht mehr bewältigen.
Bitte unterstütze uns, wir haben für viele Bereiche Formulare, hier kannst Du Deinen Beitrag einreichen, Feedback geben usw.

Gebt uns ein wenig Zeit, diese zu bearbeiten.

Wir danken Dir für Dein Verständnis!


Friedliche und freiheitliche Grüße
Querdenken-711


Den restlichen Anhang poste ich hier nicht. Es handelte sich im Wesentlichen um Spendenkonten und Vorlagen zum Klagen. So etwas unterstütze ich nicht!

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Donnerstag, 27. Februar 2020
Corona und ich...
Tja, Corona. Ich mochte die Plörre eigentlich, als ich noch Bier getrunken habe. Jetzt, in Anbetracht der aktuellen Lage, ist mir der Appetit vergangen.
Ende letzten Jahres, als in den Nachrichten zart über den Ausbruch der neuen Krankheit in China berichtet wurde, hatte ich schon so ein mieses Bauchgefühl. Habe mir da noch keine ernsthaften Sorgen gemacht, da ich mit zunehmenden Alter immer... hm, wie drückt man das aus? Ängstlicher geworden bin? Zögerlicher? Memme, Weichei, Angsthase. Na ja, jedenfalls sehe ich jetzt hinter jeder Ecke den schwarzen Mann stehen. Jede offizielle Nachricht in den Medien lese ich schon zweideutig und wittere den Weltuntergang und das Ende der Zivilisation. Daher habe ich mein ängstliches Bauchgefühl vorerst ignoriert, - obwohl ich die Maßnahmen in China, die offiziell bekannt wurden, schon für ziemlich bedenklich halte. Wie befürchtet breitet sich der Virus aus. Und wie befürchtet, die am Anfang eher noch beruhigenden amtlichen Aussagen zu dem Thema weichen langsam auf. Alle Nachrichten, die ich alleine heute gelesen habe, deuten eindeutig darauf hin, dass dieser Virus zu einer Epidemie wird. Mein Bauchgefühl hatte mal wieder recht, Alarm zu schlagen. Um die Verbreitung innerhalb Deutschlands auszubremsen, bzw. einzudämmen, wird es jetzt drastische Maßnahmen wie flächendeckende Quarantäne und Ausgangssprerren benötigen. Ich bezweifle ernsthaft, ob dieserlei Anordnungen in Deutschland umzusetzen sind. Gut und schlecht zugleich ist die Tatsache, dass ich mich schon seit sehr langer Zeit mit Krisenvorsorge und so weiter beschäftige, also halbwegs vorbereitet bin. Auf der anderen Seite kenne ich auch die Fakten, wie schlecht Deutschland und die Welt auf sowas vorbereitet sind.
Meine persönlichen Vorräte, die durchschnittlich für drei Wochen Selbstversorgung ausreichen, habe ich heute nochmals erhöht. Am Wochenende wird die Ausrüstung überprüft und einiges vom Wohnwagen zurückgeholt, sicher ist sicher. Nicht, dass ich jetzt in Panik verfalle, aber dieser Virus wird uns zu schaffen machen. Glücklicherweise ist meine Familie, mein Vater inbegriffen, seit Jahren schon von mir mit dem Thema Krisenvorsorge genervt worden, und in den letzten Tagen sind sie mir dafür äußerst dankbar. Aber wie geht es jetzt wohl weiter?

Gehen wir also vom Schlimmsten aus:
Das Virus verbreitet sich rasant über das gesamte Bundesgebiet, die Zahl der Neuinfektionen steigt täglich an, sogar noch schneller als in China, weil wir „echte“ Zahlen ungeschminkt veröffentlichen. Die Panik innerhalb der Bevölkerung bricht schon alleine Aufgrund der Berichterstattung aus, es kommt zu Hamsterkäufen. Hier bezweifle ich, das unsere Gesellschaft in diesem Stadium noch gesittet miteinander umgeht. Ich gehe daher davon aus, dass bedingt durch die Hamsterkäufe es schnell zu Gewaltausbrüchen und Plünderungen kommen wird und unsere Sicherheitskräfte damit überfordert sind. Durch die knappen Lagervorräte in den Läden werden die Regale binnen Stunden leer sein, was die Panik noch verstärken wird. Die Behörden, bzw. die Regierung muss dann handeln, die Ordnung muss gewahrt bleiben. Hier könnten dann schon regional begrenzte Ausgangssprerren verhängt werden, wahrscheinlich in den Ballungszentren. Gehen wir mal davonn aus, dass der Virus eine wesentlich höhere Mortilitätsrate hat, irgendwo bei zwei bis fünf Prozent. Zusammen mit dem Andrang in den medizinischen Einrichtungen und der gleichzeitigen Berichterstattung bricht spätestens hier die öffentliche Ordnung zusammen. Um das Leben halbwegs aufrecht zu erhalten müsste der nationale Notstand ausgrufen werden und sogar die desolate Bundeswehr eingesetzt werden. Die Versorgung der Bevölkerung wird dann wohl schwierig werden, da sich in den Ballungszentren wahrscheinlich der „Mob“ nicht mehr bändigen lässt. Da in allen anderen Ländern die Lage ähnlich ist, kommt keiner zur Hilfe...

Zugegeben, drastisches Zenario. Aber im Kern durchaus möglich. Meine Vermutung ist, dass es nicht gaaanz so schlimm wird. Das Virus wird sich verbreiten, und auch in Deutschland wird es bald zu heftigen Anordnungen kommen, wie zum Beispiel dass ganze Gemeinden unter Quarantäne gestellt werden. Aber ich habe Vertrauen in die Politik, in den Katastrophenschutz und in meine Kämpfernatur. Das wird sicherlich eine neue, für die Gesellschaft ungemütliche Situation werden, aber am Ende wird dieser Virus hoffentlich ausgemerzt werden, oder es wird zumindest ein Impfstoff dagegen gefunden. Dennoch habe ich die Befürchtung, dass die Welt eines Tages an genau diesem Thema zugrunde gehen wird. Ein kleiner, tödlicher Virus. Wie bei Stepehn King‘s Buch The Stand. Die Zombie-Virus-Geschichte dagegen halte ich eher für unwahrscheinlich.
Kann man sich auf sowas vorbereiten? Ich glaube, nicht wirklich. Und wenn dann nur, wenn man im Geiste bereit ist, solche Szenarien einmal durchzuspielen. Wie weit ist man bereit zu gehen, um in einer völlig anderen Welt zu überleben? Wenn jegliche gesellschaftlichen Strukturen sich auflösen, wenn der Supermarkt nicht mehr aufmacht, der Fernseher nur noch Schneesturm sendet und das Handy nicht mehr funktioniert.
Bedenklich ist, dass ich oftmals schon bereit war, diese Gedanken bis zu Ende zu denken. Erstaunlich, was ich mir persönlich zutrauen würde. Und auch beängstigend.
Wie dem auch sei, ich bitte den lieben Gott darum, Gnade walten zu lassen. Mach daraus eine Schweine- oder Vogelgrippe, aber bitte keine Katastrophe.

In diesem Sinne,
Francis Fortune



P.S.: Mein Bauch meldet unbehagen. Die Nachrichten machen mir Angst, und die Dichte der Menschen um mich herum erst recht. Ich bin zwar bereit, unpopuläre Entscheidungen zu treffen, aber ich möchte mich auch sehr gerne davor drücken.

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Mittwoch, 19. Februar 2020
Wird langsam Zeit...
Grauenhaft. Ich bin ehrlich: Seit langer Zeit versorge ich mich mit meinem Nachrichtenbedarf über Tagesschau.de und bleibe somit halbwegs im Bilde, was so auf der Welt passiert. Bei spannenderen Themen schaue ich schon mal über den Tellerrand hinaus, ansonsten wie gesagt nur die eine Quelle, dafür allerdings mehrmals täglich inklusive Kommentare.
Dieses Desaster da in Thüringen hat mich mal wieder daran erinnert, dass ich selber vorhabe, Politiker zu werden. Bin nur noch nicht sicher, wie ich das machen soll. Ich könnte mich an die Macht putschen, in eine Partei eintreten oder aber selber eine gründen. Alles ziemlich aussichtslos. Wobei ich mich für einen guten und gerechten König halten würde.
König von Deutschland. Klingt gut.
Na ja, bleiben wir halbwegs realistisch. Eine Partei gründen wäre interessant, habe da schon oft drüber nachgedacht und meine Gedanken festgehalten. Realpolitik, mutige Politik, gerechte Politik, - etwas, was die Menschen wieder vereint und daran erinnert, dass eine Gemeinschaft nur miteinander existieren kann, wenn sie sich gegenseitig unterstützt.
Ach ja, schöne Träumerei. Ohne finanzielle Unterstützung kaum zu machen, und da würde ja dann die Abhängigkeit schon wieder losgehen. Und dabei bin ich der Meinung, dass gerade jetzt ein mutiges Umdenken dringend nötig ist, und zwar grundlegend. Es stehen Themen zur Klärung an, die für unsere Zukunft entscheidend sind. Wir müssen unsere Demokratie, unsere Basis, unsere Werte neu definieren. Wir müssen Altlasten los werden und Verantwortung übernehmen. Atommüll, Klima, Bevölkerungszunahme, Trinkwasser, Versorgung, Sicherheit, ... die Liste ist noch lang.
Da stehen Entscheidungen an, die unpopulär sein dürften, dennoch sollten sie getroffen werden. Geldpolitik, Verschuldung, Medizin, Forschung, Bildung. Wir stehen ja grundsätzlich schon gut da, nur fehlt jetzt der Mut, den militärischen Komplex zu überwinden und bei bestimmten Themen global zusammen zu arbeiten, gute Ansätze und Beispiele gibt es ja.
Es müsste eine Partei in der Mitte sein. Basisdemokratisch, sozial-konservativ, innovativ und zukunftsorientiert. Eine Partei, die den Mut hat, Religionen zu verbinden, den Lobbyismus vermeidet und die Selbstbeteiligung des Individuum in der Gesellschaft fördert.
Ok, alles Utopie. Aber soll ich jetzt deswegen hier im Kreisverband bei der CDU eintreten und mitmischen? Oder bei der FDP? Oder gar die SPD?
Wenn ich auf dem klassischen Wege Bundeskanzler werden möchte, bin ich mit über 40 Jahren jetzt schon spät dran. Besser wäre es, wenn ein reicher Spender mir mal eben ein paar Millionen zur Verfügung stellt und ich eine Partei gründe. Wird schon.

In diesem Sinne,
Francis Fortune

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