Mittwoch, 19. Februar 2020
Wird langsam Zeit...
Grauenhaft. Ich bin ehrlich: Seit langer Zeit versorge ich mich mit meinem Nachrichtenbedarf über Tagesschau.de und bleibe somit halbwegs im Bilde, was so auf der Welt passiert. Bei spannenderen Themen schaue ich schon mal über den Tellerrand hinaus, ansonsten wie gesagt nur die eine Quelle, dafür allerdings mehrmals täglich inklusive Kommentare.
Dieses Desaster da in Thüringen hat mich mal wieder daran erinnert, dass ich selber vorhabe, Politiker zu werden. Bin nur noch nicht sicher, wie ich das machen soll. Ich könnte mich an die Macht putschen, in eine Partei eintreten oder aber selber eine gründen. Alles ziemlich aussichtslos. Wobei ich mich für einen guten und gerechten König halten würde.
König von Deutschland. Klingt gut.
Na ja, bleiben wir halbwegs realistisch. Eine Partei gründen wäre interessant, habe da schon oft drüber nachgedacht und meine Gedanken festgehalten. Realpolitik, mutige Politik, gerechte Politik, - etwas, was die Menschen wieder vereint und daran erinnert, dass eine Gemeinschaft nur miteinander existieren kann, wenn sie sich gegenseitig unterstützt.
Ach ja, schöne Träumerei. Ohne finanzielle Unterstützung kaum zu machen, und da würde ja dann die Abhängigkeit schon wieder losgehen. Und dabei bin ich der Meinung, dass gerade jetzt ein mutiges Umdenken dringend nötig ist, und zwar grundlegend. Es stehen Themen zur Klärung an, die für unsere Zukunft entscheidend sind. Wir müssen unsere Demokratie, unsere Basis, unsere Werte neu definieren. Wir müssen Altlasten los werden und Verantwortung übernehmen. Atommüll, Klima, Bevölkerungszunahme, Trinkwasser, Versorgung, Sicherheit, ... die Liste ist noch lang.
Da stehen Entscheidungen an, die unpopulär sein dürften, dennoch sollten sie getroffen werden. Geldpolitik, Verschuldung, Medizin, Forschung, Bildung. Wir stehen ja grundsätzlich schon gut da, nur fehlt jetzt der Mut, den militärischen Komplex zu überwinden und bei bestimmten Themen global zusammen zu arbeiten, gute Ansätze und Beispiele gibt es ja.
Es müsste eine Partei in der Mitte sein. Basisdemokratisch, sozial-konservativ, innovativ und zukunftsorientiert. Eine Partei, die den Mut hat, Religionen zu verbinden, den Lobbyismus vermeidet und die Selbstbeteiligung des Individuum in der Gesellschaft fördert.
Ok, alles Utopie. Aber soll ich jetzt deswegen hier im Kreisverband bei der CDU eintreten und mitmischen? Oder bei der FDP? Oder gar die SPD?
Wenn ich auf dem klassischen Wege Bundeskanzler werden möchte, bin ich mit über 40 Jahren jetzt schon spät dran. Besser wäre es, wenn ein reicher Spender mir mal eben ein paar Millionen zur Verfügung stellt und ich eine Partei gründe. Wird schon.

In diesem Sinne,
Francis Fortune

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Montag, 17. Februar 2020
Hunde-Tage...
Ja, heute endlich wieder Montag! Zwar ein grauer und ungemütlicher Wintertag, aber ein sicherer, planbarer und logischer „All“-Tag. Die Normalität scheint wieder hergestellt zu sein, und das beziehe ich jetzt ausnahmsweise mal nicht auf meine Frau, bei der ist eh nichts mehr „normal“. Nein, um es genauer zu erklären: Wir sind auf den Hund gekommen..., bzw. waren es kurzzeitig! Vor ein paar Wochen hatte es angefangen, meine Frau und meine Tochter haben das Thema Hund angesprochen, bzw. den Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass sie gerne wieder einen in der Familie haben wollen. Und obwohl ich mich bemüht hatte, alle schlechten Seiten, die Kosten, die Verantwortung, die geänderten Rahmenbedingungen (Arbeitszeit, kann nicht mehr mit mir in die Forma kommen wie Molly früher), die Eingewöhnungsphase, das Gassi gehen, die Erziehung und alles andere als Buh-Mann vorgetragen habe, musste ich mich mehr oder weniger bereit erklären, dem Thema offen gegenüber zu treten. Und ja, zugegeben, ich vermisse meine Molly sehr und würde gerne wieder einen treuen und haarigen Begleiter an meiner Seite haben. Und trotzdem meldet mein Bauchgefühl reichlich Zweifel an, wenn es um das Thema geht. Ich habe es also offen gelassen und gesagt, dass der liebe Gott dafür schon Sorge tragen wird, wenn er der Meinung ist, dass bei uns wieder ein Hund einziehen soll.
Da meine Frau zuweilen etwas ungeduldig ist und meine Tochter am laufenden Band Hundebilder produzierte, hat sie den lieben Gott etwas unterstützt und nachgeholfen. Bei diversen Hundepflegestellen hat sie mit meiner Tochter stundenlang Hundebilder im Netz angesehen und schließlich Palomo gefunden, - ein 1,5-Jahre alter Bracke-Mix aus Spanien. Seit zwei Monaten in Deutschland, Vorgeschichte unbekannt, in der zweiten Pflegestelle angekommen. Um es etwas abzukürzen: Es gab einen Kurzbesuch bei uns, dann war er für drei Tage bei uns, drei Tage wieder in der Pflegestelle und letzt Woche Mittwoch sollte er dann schon bei uns einziehen. Hatte dafür extra Donnerstag und Freitag Urlaub eingereicht. Er sollte stubenrein sein und auch kurze Zeit alleine in der Wohnung bleiben können. Sollte...
Habe das Wochenende zum Großteil mit putzen verbracht und letztendlich den spanischen Problem-Hund wieder zurück zur Pflegestelle gebracht. Vom Grundsatz her ein hübscher Hund mit viel Potential, allerdings würde man mindestens sechs Monate benötigen, um ihn halbwegs sozialverträglich zu erziehen. Acht Stunden alleine in der Wohnung wird da auf laaaaange Zeit noch nicht drin sein.
Fazit: Frau, Kind und definitiv auch ich wollen eine brave und liebe Molly. Von daher ist das Thema Hund erstmals vom Tisch und ich werde verflixt gut aufpassen, das es auch dabei bleibt. Molly war Molly, - die gibt es kein zweites Mal.

In diesem Sinne,
Francis Fortune


P.S.: Ein kleines bissl Sorgen habe ich mir heute Mittag um mich gemacht, als ich meine Burger-Packung aufmachen wollte und mein Augenmerk auf den Aufruck auf der Packung gelenkt wurde. Hatte erst gezweifelt, ob ich das richtig gelesen habe. Danach verzweifelt darüber nachgedacht, ob ich das versehentlich schon mal falsch gemacht habe. Dann habe ich gegrübelt, ob dieser Hinweis ernst gemeint ist. Am Ende hatte ich eigentlich nur noch vor dieser Welt Angst...

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Mittwoch, 5. Februar 2020
Sex sells...
Interessant! Mein vorletzter Beitrag, der, in dem ich mich visuell offenbart habe, hat durchaus wesentlich mehr Klicks als alle anderen. Zumindest im Vergleich. Der Titel war „Nackte Tatsachen“. Bedeutet also: Bestimmte Begriffe führen zu mehr Besuchern. Ich vermute, mehr als 90% haben den Text gar nicht gelesen und waren auf der Suche nach anderen nackten Tatsachen. Mich würde interessieren, ob ein weiterer Beitrag ebenfalls überdurchschnittlich viele Klicks bekommt, wenn ich Begriffe wie Sex, Ficken, Voyeurismus, Titten, Muschi und Orgasmus verwende. Das Problem ist nur, das mir überhaupt nichts dazu einfällt. Wer schreibt denn schon über Brüste, Vergewaltigung, Machos, Sadismus, und anderen Schweinereien? Abgesehen von mir jetzt.
Für mich im Übrigen völlig unverständlich, leben wir doch im aufgeklärtem 21. Jahrhundert. Haben wir doch Gesetze für Gleichberechtigung, haben wir doch die antike Rollenverteilung aufgegeben. Und trotzdem, es funktioniert noch. Sex sells!
Zum Thema Rollenverteilung: Ich bin bei uns zu Hause mehr „Frau“ als meine mir Anvertraute. Ich koche, putze, gehe einkaufen, bespaße das Kind, wasche die Wäsche und plane den Alltag.
Na ja, ist schon crazy, wie die Jugend das beschreiben würde. Alle tun auf aufgeklärt und gerade die Vertreter der männlichen Gattung benehmen sich meist wie die Affen. Zum alljährlichen Pfingst-Treffen letzen Jahres bin ich bei zwei Kumpels ziemlich angeeckt, als ich sie darauf aufmerksam gemacht habe, dass sie sich einer Dame aus unserer Gruppe gegenüber wie 16-jährige Teenager benommen haben. Und Alkohol und Joints habe ich als Entschuldigung nicht angenommen, da ich mehr als beide zusammen intus hatte. War zwar kein großes Drama, hat aber bei beiden Parteien Nachwirkungen gehabt. Frage: kann man sich eigentlich wirklich „fremdschämen“?

Wird kalt hier in meinem Schuppen, genug für heute. Kann die Welt eh nicht retten, also gehe ich rein und daddel noch a bissl...

In diesem Sinne,
Francis Fortune

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