Sonntag, 15. Dezember 2019
Geständnis
Ich muss gestehen: Ich habe getrunken! Meine Frau aber auch...

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Freitag, 30. August 2019
Wochenende
Hallo Welt.
Heute überspringen wir den Jammer-Teil einfach. Der Kommentar zu meinem letzten Beitrag war hoffnungsvoll ernüchternd gewesen...
Mein neuer Job ist cool. Anstrengend, interessant, spannend, herausfordernd. Ich bin voll beim Thema und daher abgelenkt und abends gut ausgelastet. Geld auf dem Papier von links nach rechts zu verschieben und einem Haufen Menschen die unterschiedlichsten Zahlen zu präsentieren. Im Grunde ganz simpel. Und irgendwie auch abstrakt. Ich habe zu dem Geld keinen Bezug, ob ich zehn Euro oder drei Millionen Dollar verbuche, ich sehe nur die Zahlen und Konten. Und da ich zu blöd bin, unauffällig ein paar Millionen auf mein eigenes Konto zu verschieben, muss ich also auch morgen wieder dahin. Und das mache ich, im Gegensatz zu den letzen beiden Jobs, wieder gerne. Und das hilft mir wiederum im Alltag, Kraft für die Familie zu haben. Na mal schauen, morgen ist Kindergeburtstag bei uns. Mit kreativer Schnitzeljagd, die meine Frau und ich gemeinsam vorbereitet haben. Das war ein schöner Moment, wie in den guten Zeiten. Wird schon. Langsam.

Inn diesem Sinne,
Francis Fortune

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Samstag, 24. August 2019
Letzter Teil: Farbe bekennen!
O.k., ich muss der Realität ins Auge blicken: meine Frau bemüht sich, ihre Liebe wiederzufinden. Ich gebe ihr noch etwas Zeit, doch dieses Mal habe ich mir eine Grenze gesetzt. Ist bis zu diesem Zeitpunkt ihr Verhalten mir gegenüber nicht wieder so, wie es mal war, bzw. wie es in einer Ehe sein sollte, werde ich dann die Schutz-Entscheidung fällen. Punkt.
Mit dem derzeitigen Zustand lässt es sich nicht dauerhaft leben, weder für sie, für meine Tochter noch für mich. Ich habe einen großzügigen Zeitpunkt gewählt, der aber bleibt bestehen.
Bis dahin versuche ich, so „normal“ wie möglich zu sein. Werde nichts mehr von mir aus ansprechen, schon gar nicht das Thema Sex. Einfach so tun, als wäre nix geschehen.
Nun dann, bis dahin bleibt auch hier zu diesem Thema Ruhe. Zuletzt: ich musste die letzten Tage feststellen, dass ihr grauenhaftes Verhalten doch dazu führt, dass ich mich emotional von ihr entferne. Nun ja, wahrscheinlich ist das ja auch so gewollt...

Auf zur Einschulungs-Feier!

In diesem Sinne,
Francis Fortune

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Donnerstag, 22. August 2019
Ich, der Böse... Teil II
Na hurra. Ich war so mutig, mal wieder das Gespräch zu suchen. Zugegeben, meine Grundlaune ist nicht die Beste, allerdings: ist das so überraschend oder nicht nachvollziehbar?
Und ja, auch dieses Mal bin ich wieder der Doofe, der nicht einsehen kann, dass meine Frau doch alles macht, um eine schöne Beziehung wieder herzustellen. Ich bin ungeduldig. Ich habe kein Verständnis. Ich bin schuld daran, dass meine Frau sich jetzt wieder mies fühlt...
War ein tolles „Gespräch“! Bin ich doch so undankbar, dass ich nach drei Monaten immer noch keinen Plan habe, dass alles jeden Tag ein klein wenig besser wird. Ja, meine Frau denkt so. Jeden Tag wird alles wieder ein Stück besser, wieder normaler, so wie früher.
Sorry, davon bekomme ich nix mit. Frühstücksbrote, mal kurz die Hand halten, eine kleine Umarmung alle drei Tage, die morgendliche WhatsApp Nachricht mir Kussmund, - das sind die Zeichen, die ich übersehen haben soll. Ah, ok, das habe ich wohl wirklich falsch interpretiert...
Jetzt mal Tacheles: vor drei Monaten hat meine Frau mir gesagt, dass sie mich nicht mehr liebt. Das sie die Beziehung/Ehe beenden möchte, lieber wieder alleine leben möchte. Aber sie macht es nicht. Hat zwischendurch gesagt, dass sie die Ehe doch nicht beenden möchte. Ansonsten leben wir wie Bruder und Schwester, wie gute Freunde, die gemeinsam ein Kind erziehen. Ist das jetzt so schwer sich zu entscheiden, ob man einen Menschen liebt, bzw. mit ihm zusammen bleiben möchte?
Mag sein, dass ich ungerecht bin, ungeduldig, ohne Rücksicht. Aber jeden Tag löse ich mich mehr auf, verliere mein Ich, meine Identität, mein Leben, meine Ideale. Ich habe noch meinen Lada und ein paar Träume, mehr ist von mir nicht mehr übrig geblieben.
Meinem Traum von einer glücklichen Partnerschaft laufe ich jetzt seit drei Monaten hinterher, und ich verliere den Anschluss. Immer öfter stelle ich mir die Frage, warum ich eigentlich noch kämpfe. Warum ich tagsüber den Schauspieler mache, so tue als ob ich ein glücklicher Mensch bin. Mir gehr es nicht mehr gut, körperlich und seelisch. Traurig denke ich an die Zeiten, in denen ich glücklich und zufrieden war. Und die hatte ich auch schon bevor ich meine Frau kennen gelernt habe...
Heute morgen dachte ich noch, dass heute ein guter Tag wird. Und ja, ich habe endlich wieder einen Job, bei dem ich tagsüber abschalten kann und mich voll konzentrieren muss. Kein Platz für Sorgen oder schlechte Gedanken, selbst den Teufel höre ich dann nicht brüllen. Volle Kraft in die Buchungssätze und Auswertungen. Zahlen lügen nicht, sie kann man nicht falsch interpretieren. Sie sagen auch im Nachhinein nicht, dass sie etwas völlig anders gemeint hätten.

Habe jetzt ein mieses Gefühl. Fühle mich schuldig, schlecht. Ich bin verzweifelt, weil ich meiner Frau nicht klar machen konnte, was ich meine. Dass sie nach drei Monaten sich ihrer Gefühle langsam sicher sein sollte. Dass sie mit mir über das Thema Sex wieder/endlich reden kann. Ob nun einmal am Tag, die Woche, im Monat oder im Jahr, solange man in einer Beziehung darüber reden kann, ist alles gut. Ich aber habe zu dem Thema Redeverbot. Ich darf wissen, dass sie es sich oft selbst besorgt. Ich dürfte es mir auch ständig selber besorgen, - in unserem Alltag ist dafür aber kein Platz, wenn ich dabei für mich alleine sein möchte. Oder aber ich muss bis spät abends warten... bin aber auch nur ein Mensch und irgendwann müde. Fazit: Sex, ob alleine oder zu zweit, gehört nun mal zu Leben dazu. Habe jetzt weniger denn je davon, egal wie. Ist sicherlich nicht alles im Leben. Aber wie gesagt, gehört halt dazu, auch wenn es gerne tot geschwiegen wird.
Meine moralisch Erziehung verbietet mir, fremd zu gehen oder ein Bordell aufzusuchen. So sehr sich diese Gedanken auch aufdrängen.

Ich liebe dieses Kind unendlich. Sie spürt, wenn es mir nicht gut geht, wenn ich besonders viel Liebe und Kraft benötige. Und sie ist für mich da, reinen Herzens, bedingungslos. Ihr zuliebe, und da bin ich gerade ehrlich, gebe ich mir weiterhin Mühe, bringe die Kraft auf, den Vorgaben meiner Frau zu folgen. Fröhlich sein. Machen. So tun als ob. Und ja das spezielle Thema nicht ansprechen. Möglichst solche mentalen Aussetzer wie heute nicht zu wiederholen. Ja, sie mag ja recht haben, lebt sich so besser.
Gott, Mom, Molly, - gebt mir Kraft!

Jeden Tag ein bissl besser. Und es soll ja keine zwei Jahre mehr dauern, bis alles wieder so ist wie früher. Das waren ihre Worte.
Ok, ich halte durch.
Ok, ich komme mir gerade saublöd vor.
Ok, das ist in Ordnung.
Ok, in Ordnung.
Zeit, nach Hause zu gehen...

In diesem Sinne,
Francis Fortune

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Dienstag, 20. August 2019
Soll an Haben
Puhh, das ist anstrengend. Muss richtig was wegbuchen, seit März ist da nicht mehr viel passiert. Und da sind Bürgschaften, Avale und anderer Mist mit im Spiel, das sind interessante Buchungssätze. Aber es macht Spaß und die Zeit vergeht, fühlt sich gut an.
Endlich mal wieder etwas Papierkram in Angriff genommen. Ist im Grunde gar nicht mehr so viel, muss mich nur aufraffen. Und das fällt mir derzeit schwer. Jeden Abend die guten Vorsätze für den nächsten Tag, und schwupps sind sie wieder dahin. Hauptsache dran bleiben...
Wenn alles gut läuft, steht der Wohnwagen am Sonntag fest ausgerichtet auf dem Campingplatz. Die dreißig Minuten Entfernung machen die Sache echt interessant. Mal schauen, wie oft wir da hinfahren.
Feierabend für heute. Das Bett wartet.

In diesem Sinne,
Francis Fortune


P.S.: heute morgen ist meine Tochter mal wieder zum Kuscheln ins Bett gehüpft, wie in den guten alten Zeiten. Würde ich gerne auch mal wieder mit meiner Frau machen.

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Montag, 19. August 2019
Nachtrag...
Hmm, bin zwar noch müde, aber der Teufel hält endlich den Schnabel. Zeit, um etwas klar zu denken...
Im Grunde „normalisiert“ sich unser Alltag wieder. Normale Gespräche, normales Zusammenleben. Frage: müssen wir jetzt darüber reden? Oder einfach das Ganze ausschweigen? Bis es irgendwann mal wieder Sex (nüchtern) gibt, und ich irgendwann die magischen drei Worte wieder höre. Und wenn nicht? Gibt es eine logische Zeitgrenze? Bin zu verwirrt, um darauf eine Antwort zu finden, - alles viel zu kompliziert. Ganz anders als mein Job. Ich bin jetzt der Senior Accountant. Klingt hochtrabend, ist aber in Wahrheit eine gut bezahlte Anstellung als Chefbuchhalter in einem internationalen Unternehmen. Dafür eine logische, lernbare und nachvollziehbare Arbeit. Wie wohltuend!
So langsam komme ich wieder in die Spur, finde zurück in meine alte Form. Fange wieder an, die Baustellen abzuarbeiten, zu planen, mich neu zu sortieren. Muss jetzt endlich mal die Sache mit dem Firmenverkauf zu Ende bringen, muss die Altlasten loswerden. Dafür zumindest mal den Wohnwagen zur Reparatur gebracht und den Lada zur Wartung gegeben. Ich bin echt ein nachlässiges, faules Schwein geworden... Verflixte Sauferei, sag ich da nur! Auch so ein Thema.
Ach Herr, gib mir Kraft, mehr als nur das Klo zu putzen. Immerhin, mein Wunsch nach einem Lotto-Gewinn wurde erhört: satte 10 € habe ich bei der Aktion-Mensch abgegriffen. Muss glatt mal nachher nachschauen, was ich da monatlich für abdrücke. Ich glaube mich zu erinnern, dass es ca. 17 € sein müssten.
Aber egal, ist ja für einen guten Zweck, oder so. Und dafür, dass man von einem Lotto-Gewinn träumen darf.
Am Sonntag haufenweise Gerödel bei Ebay-Kleinanzeigen reingestellt, unter anderem auch meinen Daimler. Oh man, was für Deppen da auf der Welt rumlaufen... Keinen Anstand mehr, die Menschheit!
Aber auch ein paar Sachen an nette Leute losgeworden, kommt so langsam etwas Kohle zusammen. Unser Kind sollte ein elektrisches Kinderauto bekommen, und schupps habe ich eines bei Amazon bestellt. So ein Reinfall, die Kiste war eher etwas für Kleinkinder. Also haben wir beschlossen, die Kiste und haufenweise anderen Krams zu verkaufen und dafür ein vernünftiger (leider auch teures) Auto zu kaufen. Mal schauen, es geht tatsächlich was weg.
Genug für heute gejammert. Genug davor gedrückt, rüber ins Schlafzimmer zu gehen. Sie liegt da. Sie liest. Sie wird mich kurz anschauen. Sie wird schweigen und weiterlesen. Sie wird irgendwann gegen 22.00 Uhr das Buch weglegen, mir einen Gute-Nacht-Kuss geben, sich umdrehen und schlafen. Sobald das Kind im Bett ist, wird nicht mehr gesprochen...

In diesem Sinne,
Francis Fortune


P.S.: Ich liebe dich.

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Dienstag, 13. August 2019
Bettangst
Ich kann nicht mehr in meinem Bett schlafen. Mache kein Auge zu und der Teufel brüllt die ganze Nacht über. Werde heute mal die Couch ausprobieren...

Gestern einen Artikel gelesen in dem stand, dass dauerhafter Liebesentzug zu schweren gesundheitlichen Schäden führt. Kann ich bestätigen!

In diesem Sinne,
Francis Fortune

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Freitag, 9. August 2019
Ich, der Böse...
Tja, am Tonsee auf dem Campingplatz. Erkenntnis: Ich bin durch. Habe es versucht, habe mich bemüht, aber ich kann nicht mehr. Meine Frau schafft es, sich tatsächlich einzubilden, dass ich der Böse bin. Habe versucht ihr klar zu machen, dass ich nicht mehr kann und das es so nicht weitergehen kann. Drei Monate Ausnahmezustand, keine wirkliche Kommunikation, keine Gefühle, - was soll da noch kommen? Ich kann mir zumindest nicht vorwerfen lassen, dass ich es nicht versucht habe. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, war selbstkritisch, habe versucht zu retten was zu retten sein könnte. Aber heute hat sie mir deutlich gemacht, dass es gar keinen Sinn mehr macht. Sie will mehr Zeit, sie will mehr Verständnis, sie will...
Und ich bin Scheißegal. Was ich möchte, was ich brauche, was ich denke... - völlig unwichtig. Wenn dann habe ich gefälligst zu funktionieren, das war es dann aber auch schon. Maximal noch ertragen, dulden, aushalten.
Madame liegt neben mir im Bett, schläft ihren Unschuldsschlaf. Ich habe zu machen. aber nicht zu wollen. Und nicht zu reden. Quasi: sei froh, dass es noch so ist, wie es ist.

Ich kann nicht mehr. Und so langsam möchte ich eigentlich auch nicht mehr. Die Liebe lässt nach, nur „mein“ Kind hält mich davon ab, Kurzschlußreaktionen walten zu lassen. Tendenz fallend...

In diesem Sinne,
Francis Fortune


P.S.: ja meine liebe Ehefrau, ich freue mich über die Frühstücksbrote. Die ersetzen aber nicht das „ich liebe dich“...

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Montag, 5. August 2019
Stillstand
Zugegeben, der Ratschlag war gar nicht schlecht. Hatte ihn selber schon ins Auge gefasst, das Problem dabei ist allerdings: Ziehe ich mich noch weiter zurück, bin ich schlichtweg nicht mehr da! Also ich nehme dann einfach im Familienleben nicht mehr teil.

Und dabei fällt mir auf: ich glaube, meine Frau verfolgt genau diesen Plan. Sie möchte mich dazu bringen, dass ich sie verlasse, weil sie den Mut nicht aufbringt und im Nachhinein nicht als Buhmann, bzw. Frau dastehen möchte. Ich verkümmere derweil emotional...

Später eventuell mehr, muss den Schmerz jetzt mit Rotwein ertränken...


Der Teufel ist heute wieder mal garstig laut!


Seit nun mehr zweieinhalb Monaten befinde ich mich in diesem Zwischenzustand. Einen anderen Mann oder die schnelle Trennung hätte ich irgendwie verkraftet, wenn auch widerwillig. Aber diesen emotionalen Zermürbekrieg halte ich fast nicht mehr aus. Ich habe sie gefragt, ob sie mich zur Trennung treiben möchte, was sie verneint hat. Glasige Augen, den Tränen nahe. Sie kann auch nicht sagen oder erklären, warum sie so brutal und kaltherzig zu mir ist. Glaube ich ihr sogar. Bringt mich aber auch nicht weiter..., nur näher an den Rande des Wahnsinns. Was soll ich jetzt machen? Ich würde sie gehen lassen, aber sie geht nicht. Ich würde mich noch weiter zurückziehen, aber wohin?
Selbst unsere Tochter fragt, warum Mama nicht mehr mit Papi kuschelt. Sie leidet merklich!

Noch mehr Wein...

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Mittwoch, 31. Juli 2019
Nachtrag
Morgen ist ihr Geburtstag. Ich wünschte, dass ich ihr die Sterne vom Himmel holen könnte, ihr die Liebe wieder zurückbringen könnte. Sie war mal so fröhlich und glücklich mit mir zusammen, wie kann ich diesen Zustand wieder zurückholen?

Ich möchte nicht tatenlos zusehen, wie unsere Ehe auseinanderbricht. Ich möchte etwas unternehmen, dass wir wieder eine schöne Zeit zusammen haben und meine Frau wieder glücklich ist. Und zwar zusammen mit mir, mit unserer kleinen Familie. Und ja, obwohl ich äußerst ungeduldig bin, so habe ich noch Kraft, ihr Zeit zu lassen. Zeit für sich, für ihre Gedanken, für ihre Zukunft. Wie auch immer die aussehen mag...

In diesem Sinne,
Francis Fortune

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