Donnerstag, 27. Februar 2020
Corona und ich...
Tja, Corona. Ich mochte die Plörre eigentlich, als ich noch Bier getrunken habe. Jetzt, in Anbetracht der aktuellen Lage, ist mir der Appetit vergangen.
Ende letzten Jahres, als in den Nachrichten zart über den Ausbruch der neuen Krankheit in China berichtet wurde, hatte ich schon so ein mieses Bauchgefühl. Habe mir da noch keine ernsthaften Sorgen gemacht, da ich mit zunehmenden Alter immer... hm, wie drückt man das aus? Ängstlicher geworden bin? Zögerlicher? Memme, Weichei, Angsthase. Na ja, jedenfalls sehe ich jetzt hinter jeder Ecke den schwarzen Mann stehen. Jede offizielle Nachricht in den Medien lese ich schon zweideutig und wittere den Weltuntergang und das Ende der Zivilisation. Daher habe ich mein ängstliches Bauchgefühl vorerst ignoriert, - obwohl ich die Maßnahmen in China, die offiziell bekannt wurden, schon für ziemlich bedenklich halte. Wie befürchtet breitet sich der Virus aus. Und wie befürchtet, die am Anfang eher noch beruhigenden amtlichen Aussagen zu dem Thema weichen langsam auf. Alle Nachrichten, die ich alleine heute gelesen habe, deuten eindeutig darauf hin, dass dieser Virus zu einer Epidemie wird. Mein Bauchgefühl hatte mal wieder recht, Alarm zu schlagen. Um die Verbreitung innerhalb Deutschlands auszubremsen, bzw. einzudämmen, wird es jetzt drastische Maßnahmen wie flächendeckende Quarantäne und Ausgangssprerren benötigen. Ich bezweifle ernsthaft, ob dieserlei Anordnungen in Deutschland umzusetzen sind. Gut und schlecht zugleich ist die Tatsache, dass ich mich schon seit sehr langer Zeit mit Krisenvorsorge und so weiter beschäftige, also halbwegs vorbereitet bin. Auf der anderen Seite kenne ich auch die Fakten, wie schlecht Deutschland und die Welt auf sowas vorbereitet sind.
Meine persönlichen Vorräte, die durchschnittlich für drei Wochen Selbstversorgung ausreichen, habe ich heute nochmals erhöht. Am Wochenende wird die Ausrüstung überprüft und einiges vom Wohnwagen zurückgeholt, sicher ist sicher. Nicht, dass ich jetzt in Panik verfalle, aber dieser Virus wird uns zu schaffen machen. Glücklicherweise ist meine Familie, mein Vater inbegriffen, seit Jahren schon von mir mit dem Thema Krisenvorsorge genervt worden, und in den letzten Tagen sind sie mir dafür äußerst dankbar. Aber wie geht es jetzt wohl weiter?

Gehen wir also vom Schlimmsten aus:
Das Virus verbreitet sich rasant über das gesamte Bundesgebiet, die Zahl der Neuinfektionen steigt täglich an, sogar noch schneller als in China, weil wir „echte“ Zahlen ungeschminkt veröffentlichen. Die Panik innerhalb der Bevölkerung bricht schon alleine Aufgrund der Berichterstattung aus, es kommt zu Hamsterkäufen. Hier bezweifle ich, das unsere Gesellschaft in diesem Stadium noch gesittet miteinander umgeht. Ich gehe daher davon aus, dass bedingt durch die Hamsterkäufe es schnell zu Gewaltausbrüchen und Plünderungen kommen wird und unsere Sicherheitskräfte damit überfordert sind. Durch die knappen Lagervorräte in den Läden werden die Regale binnen Stunden leer sein, was die Panik noch verstärken wird. Die Behörden, bzw. die Regierung muss dann handeln, die Ordnung muss gewahrt bleiben. Hier könnten dann schon regional begrenzte Ausgangssprerren verhängt werden, wahrscheinlich in den Ballungszentren. Gehen wir mal davonn aus, dass der Virus eine wesentlich höhere Mortilitätsrate hat, irgendwo bei zwei bis fünf Prozent. Zusammen mit dem Andrang in den medizinischen Einrichtungen und der gleichzeitigen Berichterstattung bricht spätestens hier die öffentliche Ordnung zusammen. Um das Leben halbwegs aufrecht zu erhalten müsste der nationale Notstand ausgrufen werden und sogar die desolate Bundeswehr eingesetzt werden. Die Versorgung der Bevölkerung wird dann wohl schwierig werden, da sich in den Ballungszentren wahrscheinlich der „Mob“ nicht mehr bändigen lässt. Da in allen anderen Ländern die Lage ähnlich ist, kommt keiner zur Hilfe...

Zugegeben, drastisches Zenario. Aber im Kern durchaus möglich. Meine Vermutung ist, dass es nicht gaaanz so schlimm wird. Das Virus wird sich verbreiten, und auch in Deutschland wird es bald zu heftigen Anordnungen kommen, wie zum Beispiel dass ganze Gemeinden unter Quarantäne gestellt werden. Aber ich habe Vertrauen in die Politik, in den Katastrophenschutz und in meine Kämpfernatur. Das wird sicherlich eine neue, für die Gesellschaft ungemütliche Situation werden, aber am Ende wird dieser Virus hoffentlich ausgemerzt werden, oder es wird zumindest ein Impfstoff dagegen gefunden. Dennoch habe ich die Befürchtung, dass die Welt eines Tages an genau diesem Thema zugrunde gehen wird. Ein kleiner, tödlicher Virus. Wie bei Stepehn King‘s Buch The Stand. Die Zombie-Virus-Geschichte dagegen halte ich eher für unwahrscheinlich.
Kann man sich auf sowas vorbereiten? Ich glaube, nicht wirklich. Und wenn dann nur, wenn man im Geiste bereit ist, solche Szenarien einmal durchzuspielen. Wie weit ist man bereit zu gehen, um in einer völlig anderen Welt zu überleben? Wenn jegliche gesellschaftlichen Strukturen sich auflösen, wenn der Supermarkt nicht mehr aufmacht, der Fernseher nur noch Schneesturm sendet und das Handy nicht mehr funktioniert.
Bedenklich ist, dass ich oftmals schon bereit war, diese Gedanken bis zu Ende zu denken. Erstaunlich, was ich mir persönlich zutrauen würde. Und auch beängstigend.
Wie dem auch sei, ich bitte den lieben Gott darum, Gnade walten zu lassen. Mach daraus eine Schweine- oder Vogelgrippe, aber bitte keine Katastrophe.

In diesem Sinne,
Francis Fortune



P.S.: Mein Bauch meldet unbehagen. Die Nachrichten machen mir Angst, und die Dichte der Menschen um mich herum erst recht. Ich bin zwar bereit, unpopuläre Entscheidungen zu treffen, aber ich möchte mich auch sehr gerne davor drücken.

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Mittwoch, 19. Februar 2020
Wird langsam Zeit...
Grauenhaft. Ich bin ehrlich: Seit langer Zeit versorge ich mich mit meinem Nachrichtenbedarf über Tagesschau.de und bleibe somit halbwegs im Bilde, was so auf der Welt passiert. Bei spannenderen Themen schaue ich schon mal über den Tellerrand hinaus, ansonsten wie gesagt nur die eine Quelle, dafür allerdings mehrmals täglich inklusive Kommentare.
Dieses Desaster da in Thüringen hat mich mal wieder daran erinnert, dass ich selber vorhabe, Politiker zu werden. Bin nur noch nicht sicher, wie ich das machen soll. Ich könnte mich an die Macht putschen, in eine Partei eintreten oder aber selber eine gründen. Alles ziemlich aussichtslos. Wobei ich mich für einen guten und gerechten König halten würde.
König von Deutschland. Klingt gut.
Na ja, bleiben wir halbwegs realistisch. Eine Partei gründen wäre interessant, habe da schon oft drüber nachgedacht und meine Gedanken festgehalten. Realpolitik, mutige Politik, gerechte Politik, - etwas, was die Menschen wieder vereint und daran erinnert, dass eine Gemeinschaft nur miteinander existieren kann, wenn sie sich gegenseitig unterstützt.
Ach ja, schöne Träumerei. Ohne finanzielle Unterstützung kaum zu machen, und da würde ja dann die Abhängigkeit schon wieder losgehen. Und dabei bin ich der Meinung, dass gerade jetzt ein mutiges Umdenken dringend nötig ist, und zwar grundlegend. Es stehen Themen zur Klärung an, die für unsere Zukunft entscheidend sind. Wir müssen unsere Demokratie, unsere Basis, unsere Werte neu definieren. Wir müssen Altlasten los werden und Verantwortung übernehmen. Atommüll, Klima, Bevölkerungszunahme, Trinkwasser, Versorgung, Sicherheit, ... die Liste ist noch lang.
Da stehen Entscheidungen an, die unpopulär sein dürften, dennoch sollten sie getroffen werden. Geldpolitik, Verschuldung, Medizin, Forschung, Bildung. Wir stehen ja grundsätzlich schon gut da, nur fehlt jetzt der Mut, den militärischen Komplex zu überwinden und bei bestimmten Themen global zusammen zu arbeiten, gute Ansätze und Beispiele gibt es ja.
Es müsste eine Partei in der Mitte sein. Basisdemokratisch, sozial-konservativ, innovativ und zukunftsorientiert. Eine Partei, die den Mut hat, Religionen zu verbinden, den Lobbyismus vermeidet und die Selbstbeteiligung des Individuum in der Gesellschaft fördert.
Ok, alles Utopie. Aber soll ich jetzt deswegen hier im Kreisverband bei der CDU eintreten und mitmischen? Oder bei der FDP? Oder gar die SPD?
Wenn ich auf dem klassischen Wege Bundeskanzler werden möchte, bin ich mit über 40 Jahren jetzt schon spät dran. Besser wäre es, wenn ein reicher Spender mir mal eben ein paar Millionen zur Verfügung stellt und ich eine Partei gründe. Wird schon.

In diesem Sinne,
Francis Fortune

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Montag, 17. Februar 2020
Hunde-Tage...
Ja, heute endlich wieder Montag! Zwar ein grauer und ungemütlicher Wintertag, aber ein sicherer, planbarer und logischer „All“-Tag. Die Normalität scheint wieder hergestellt zu sein, und das beziehe ich jetzt ausnahmsweise mal nicht auf meine Frau, bei der ist eh nichts mehr „normal“. Nein, um es genauer zu erklären: Wir sind auf den Hund gekommen..., bzw. waren es kurzzeitig! Vor ein paar Wochen hatte es angefangen, meine Frau und meine Tochter haben das Thema Hund angesprochen, bzw. den Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass sie gerne wieder einen in der Familie haben wollen. Und obwohl ich mich bemüht hatte, alle schlechten Seiten, die Kosten, die Verantwortung, die geänderten Rahmenbedingungen (Arbeitszeit, kann nicht mehr mit mir in die Forma kommen wie Molly früher), die Eingewöhnungsphase, das Gassi gehen, die Erziehung und alles andere als Buh-Mann vorgetragen habe, musste ich mich mehr oder weniger bereit erklären, dem Thema offen gegenüber zu treten. Und ja, zugegeben, ich vermisse meine Molly sehr und würde gerne wieder einen treuen und haarigen Begleiter an meiner Seite haben. Und trotzdem meldet mein Bauchgefühl reichlich Zweifel an, wenn es um das Thema geht. Ich habe es also offen gelassen und gesagt, dass der liebe Gott dafür schon Sorge tragen wird, wenn er der Meinung ist, dass bei uns wieder ein Hund einziehen soll.
Da meine Frau zuweilen etwas ungeduldig ist und meine Tochter am laufenden Band Hundebilder produzierte, hat sie den lieben Gott etwas unterstützt und nachgeholfen. Bei diversen Hundepflegestellen hat sie mit meiner Tochter stundenlang Hundebilder im Netz angesehen und schließlich Palomo gefunden, - ein 1,5-Jahre alter Bracke-Mix aus Spanien. Seit zwei Monaten in Deutschland, Vorgeschichte unbekannt, in der zweiten Pflegestelle angekommen. Um es etwas abzukürzen: Es gab einen Kurzbesuch bei uns, dann war er für drei Tage bei uns, drei Tage wieder in der Pflegestelle und letzt Woche Mittwoch sollte er dann schon bei uns einziehen. Hatte dafür extra Donnerstag und Freitag Urlaub eingereicht. Er sollte stubenrein sein und auch kurze Zeit alleine in der Wohnung bleiben können. Sollte...
Habe das Wochenende zum Großteil mit putzen verbracht und letztendlich den spanischen Problem-Hund wieder zurück zur Pflegestelle gebracht. Vom Grundsatz her ein hübscher Hund mit viel Potential, allerdings würde man mindestens sechs Monate benötigen, um ihn halbwegs sozialverträglich zu erziehen. Acht Stunden alleine in der Wohnung wird da auf laaaaange Zeit noch nicht drin sein.
Fazit: Frau, Kind und definitiv auch ich wollen eine brave und liebe Molly. Von daher ist das Thema Hund erstmals vom Tisch und ich werde verflixt gut aufpassen, das es auch dabei bleibt. Molly war Molly, - die gibt es kein zweites Mal.

In diesem Sinne,
Francis Fortune


P.S.: Ein kleines bissl Sorgen habe ich mir heute Mittag um mich gemacht, als ich meine Burger-Packung aufmachen wollte und mein Augenmerk auf den Aufruck auf der Packung gelenkt wurde. Hatte erst gezweifelt, ob ich das richtig gelesen habe. Danach verzweifelt darüber nachgedacht, ob ich das versehentlich schon mal falsch gemacht habe. Dann habe ich gegrübelt, ob dieser Hinweis ernst gemeint ist. Am Ende hatte ich eigentlich nur noch vor dieser Welt Angst...

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Mittwoch, 5. Februar 2020
Sex sells...
Interessant! Mein vorletzter Beitrag, der, in dem ich mich visuell offenbart habe, hat durchaus wesentlich mehr Klicks als alle anderen. Zumindest im Vergleich. Der Titel war „Nackte Tatsachen“. Bedeutet also: Bestimmte Begriffe führen zu mehr Besuchern. Ich vermute, mehr als 90% haben den Text gar nicht gelesen und waren auf der Suche nach anderen nackten Tatsachen. Mich würde interessieren, ob ein weiterer Beitrag ebenfalls überdurchschnittlich viele Klicks bekommt, wenn ich Begriffe wie Sex, Ficken, Voyeurismus, Titten, Muschi und Orgasmus verwende. Das Problem ist nur, das mir überhaupt nichts dazu einfällt. Wer schreibt denn schon über Brüste, Vergewaltigung, Machos, Sadismus, und anderen Schweinereien? Abgesehen von mir jetzt.
Für mich im Übrigen völlig unverständlich, leben wir doch im aufgeklärtem 21. Jahrhundert. Haben wir doch Gesetze für Gleichberechtigung, haben wir doch die antike Rollenverteilung aufgegeben. Und trotzdem, es funktioniert noch. Sex sells!
Zum Thema Rollenverteilung: Ich bin bei uns zu Hause mehr „Frau“ als meine mir Anvertraute. Ich koche, putze, gehe einkaufen, bespaße das Kind, wasche die Wäsche und plane den Alltag.
Na ja, ist schon crazy, wie die Jugend das beschreiben würde. Alle tun auf aufgeklärt und gerade die Vertreter der männlichen Gattung benehmen sich meist wie die Affen. Zum alljährlichen Pfingst-Treffen letzen Jahres bin ich bei zwei Kumpels ziemlich angeeckt, als ich sie darauf aufmerksam gemacht habe, dass sie sich einer Dame aus unserer Gruppe gegenüber wie 16-jährige Teenager benommen haben. Und Alkohol und Joints habe ich als Entschuldigung nicht angenommen, da ich mehr als beide zusammen intus hatte. War zwar kein großes Drama, hat aber bei beiden Parteien Nachwirkungen gehabt. Frage: kann man sich eigentlich wirklich „fremdschämen“?

Wird kalt hier in meinem Schuppen, genug für heute. Kann die Welt eh nicht retten, also gehe ich rein und daddel noch a bissl...

In diesem Sinne,
Francis Fortune

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Dienstag, 4. Februar 2020
Fohes Neues... nachträglich!
Hmm, neues Jahr, neues Glück, sagt man so schön. Munter, frohen Mutes, gut gelaunt, voller Tatendrang und guter Vorsätze...
Oder halt einfach so weiter. So wie bei mir. Die Weihnachtszeit ist wie immer schnell vergangen, die häusliche Stimmung wurde und wird immer besser. Man könnte sogar sagen, es ist fast wieder so wie vorher. Aber nur fast. Meine Frau hat einer Verwandlung durchgemacht, ist jetzt eine andere Persönlichkeit. Hat mir sogar den „Vorwurf“ gemacht, dass ich sie zu dem Menschen gemacht habe, der sie jetzt ist. Das mag teilweise so sein, bzw. habe ich einen Anteil daran. Trotz allem liebe ich sie immer noch, möchte aber so einen Tiefpunkt nach Möglichkeit nicht nochmals durchleben.
Am Ende haben sich bei uns ein paar Regeln geändert. Oder besser formuliert: Meine Frau hat neue Regeln aufgestellt:

1. Sie bestimmt, ob und wann wir Sex haben.
2. Wenn wir Sex haben, dann gefälligst Sonntags abends routinemäßig im Bett.
3. Ich darf nicht über Sex reden, ansonsten fällt er zur Strafe aus.
4. Ich habe nicht zu jammern und gefälligst zu lächeln, ansonsten fällt der Sex aus.

Abweichungen von den Regeln werden nicht toleriert und sie sind auch nicht verhandelbar. Eigentlich ganz easy zu verstehen. Zusammengefasst: Zahlen, teilen, lächeln!
Ansonsten lebt es sich in dieser Ehe wieder ganz harmonisch, - mit reden, planen und manchmal sogar etwas „Familien-Knuddeln“. Neben der neurotischen Leserei hat meine Frau nun auch mein altes Ipad erobert und daddelt. Viel besser als ich. Sogar das Kind hat darüber schon gejammert. Nun gut, nicht wieder ins Nörgeln verfallen, positiv denken...
Fällt mir dazu ein: Probezeit bestanden, fest angestellt mit acht Wochen Kündigungsfrist, 30 Tage Urlaub, eigenes Büro, Sekretärin, angemessenes Gehalt und 10-Minuten-Arbeitsweg. Das läuft im Moment, - danke lieber Gott.

In diesem Sinne,
Francis Fortune


P.S.: Leider hat der liebe Weihnachtsmann mir einen Wunsch nicht erfüllt: das Thema Adoption ist weiterhin ausgeklammert...

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Dienstag, 12. November 2019
Nackte Tatsachen!
Wie angekündigt habe ich für ein paar Wochen das Jammern eingestellt. Und nein, ich mache damit jetzt nicht weiter, - denn rückblicknd betrachtet war das in den letzten Monaten echt... ja, wie nun. Unwürdig? Erbärmlich? Jammerlappenhaft? Wie auch immer, jedenfalls nicht schön.

Dennoch, ein kleiner Rückblick: Der „Zwischenzustand“ hat sich weiter in den Alltag geschlichen, der durchschnittliche Stimmungszustand bei uns zu Hause war erwetungsgemäß grottenschlecht. Eines Samstag morgens habe ich es eskalieren lassen, habe meine Frau in die Ecke gedrängt und für Fakten gesorgt. Was ist nun los, wie geht es weiter, bla sülz. Wie zu erwarten hat sie dem Ende zugestimmt, welches ich ihr vorgeschlagen habe. Und da,ich in guter Laune war, habe ich gleich forciert, dass sie es „unserer“ Tochter sagen sollte. Sie hat es halbherzig versucht, um dann in Tränen zusammen zu brechen und anschließend alles zu relativieren. Quasi, war eigentlich nicht so gemeint. O.k., das war jetzt überspitzt und böse von mir, aber letztendlich geht es darauf hinaus. Der restliche Samstag war aufbauend, inklusive spontanem Ausflug zum Wohnwagen. Doch schon Sonntag abend wieder Eiszeit, sodass ich den Montag darauf dann die Kündigung für die gemeinsame Wohnung geschrieben habe. Voher folgte noch ein kurzes Gespräch auf unserer Terasse, wo sie ehrlich mitgeteilt hatte, dass es ihr Wunsch wäre, dass ich nur noch alle zwei Wochen als Wochenendpapi eine Rolle in ihrem Leben spiele. Wie gesagt, darauf hin habe ich alle Hoffnungen auf ein glückliches Ende über Bord geworfen und mich innerlich mit der Trennung abgefunden.

Der Dienstag Morgen war dann überraschend. Sie hat die Kündigung zerrissen, sich zu mir und unserem Kind ins Bett gekuschelt und versucht seitdem, wieder (m)eine Ehefrau zu sein. Wir haben seitdem nicht mehr darüber gesprochen, und sogar wieder körperlichen Kontakt in Form von Sex gehabt. Zugegeben, es gab zwischendurch auch wieder einen Tiefpunkt, aber es wird tatsächlich täglich wieder „normaler“, soweit dieses auf uns überhaupt zutreffen kann.

Von daher habe ich mich entschlossen, mal nackte Tatsachen zu präsentieren, damit sich die Welt ein Bild davon machen kann, wie wir live und ungeschminkt aussehen:



So, jetzt ist es unwiderruflich. Spaß beiseite, meine Frau hat sich überlegt, eine Halloween-Party zu feiern, so richtig mit Kostümen und so weiter. Abgesehen davon, dass ich Halloween nicht leiden kann, war das eine klasse Party und alle hatten ihren Spaß. Für unsere Deko wurden wir sogar von einem echten Profi gelobt. Meine Frau hat sich beim Buffet richtig Mühe gegeben, muss mir mal die Mühe machen, die Bilder hier hochzuladen. Fazit also: es geht irgendwie weiter, womit ich eigentlich nicht mehr gerechnet hatte. Meine Tochte hat mir heute bestätigt, dass ich ihr Papi bin, auch wenn ich eigentlich nicht ihr Papi bin, was ihr ziemlich egal ist. Sie kann das mittlerweile unterscheiden und verstehen, was damit gemeint ist. Zu Weihnachten wünsche ich mir, dass ich sie irgendwann tatsächlich adoptieren kann/darf. Im Moment mag ich meine Frau damit nicht nerven, aber es ist tatsächlich ein großer Wunsch. Und eigentlich für sie von Vorteil, selbst nach einer Trennung bin ich dann in der Pflicht. Aber daran mag ich heute gar nicht denken.

Kleine Sportzigarettenpause. Es wird Zeit. Zeit für eine Änderung. Die Frage ist: Kann ich es noch? Bin ich noch in der Lage, mit über 41 Jahren mein Leben zu ändern? Wie festgefahren bin ich, wieviel Willenskraft steckt noch in mir?
Wenn ich zurückblicke, wenn ich versuche mich zu erinnern, wie ich mit 16 Jahren gedacht habe, kommt es mir so vor, als wenn es gestern war. Aber was ist davon in der Realität übrig geblieben? Ich bereue nichts, dennoch ist alles anders gekommen als ich es damals erträumt hatte...

In diesem Sinne,
Francis Fortune

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Freitag, 23. August 2019
Ohne Prognose
Grausige, schlaflose Nacht. Und heute morgen wieder Eiszeit, habe kein unnötiges Wort von meiner Frau gehört. So stehe ich also morgens rum und fühle mich wie bestellt und nicht abgeholt, als ob ich nicht dazugehöre.
Na ja, Hauptsache meine Frau hat ihr gewohntes „Morgenprogramm“ für sich alleine...
Aber jeden Tag ein bissl besser!

In diesem Sinne, hochmotiviert und konzentriert und freudestrahlend in den Tag!
Francis Fortune

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Mittwoch, 21. August 2019
Mittwochs-Genöle...
Fühlt sich gut an. Arbeiten gehen und Spaß dabei zu haben, kaputt und zufrieden nach Hause zu gehen, nicht zu bemerken, wie die Zeit vergeht. Und ist eine super Ausrede, seinen privaten Papierkram zu ignorieren...
Meine Frau ist zum Schwimmbad gefahren. Also Ruhe zu Hause, meiner Tochter hab ich gerade das Licht ausgeschaltet. Muss die Zeit nutzen, mein Gehirn mal wieder einzuschalten. Was ist wichtig, abgesehen von der Liebe von und zu meiner Frau?
Wohnwagen abholen und zum Campingplatz bringen. Ist organisiert.
Lada wegen der Rückruf-Aktion in die Werkstatt bringen. Termin ist gemacht, muss aber auf nächste Woche verschoben werden.
Papierkram erledigen. Im Grunde nicht mehr viel, kann mich aber wegen der miesen Zahlen und der Ernüchterung nicht aufraffen, den Rest zu erledigen. Beim Firmenverkauf hat nur das Finanzamt gewonnen. Und die Banken. Und die Versicherungen. Und die BGHW. Und überhaupt, die Kohle ist quasi weg...
Einschulung Elynia. Tochter der Schwester meiner Frau. Blöde Kuh. Sorry, ist aber so. Gespaltene Persönlichkeit, schlimmer als ich. Da muss/darf ich am Samstag antanzen, mal sehen wie es wird.
Daimler verkaufen. Steht bei ebay Kleinanzeigen drin, muss mir jeden Tag dämliche Nachrichten von abenteuerlichen Händlern durchlesen. Aber ich habe Zeit, also abwarten. Verschenken werd ich ihn definitiv nicht! Immerhin hat mich der Treue 2015 bis nach Lissabon und zurück gefahren.
Und dann noch die vielen Kleinigkeiten. Und die to-do-list. Aber egal, heute ist mir nicht nach jammern zumute. Der Zahnarzt hat schlechte Nachrichten, die Paradontitis wird mich früher oder später auch meine beiden Schneidezähne kosten. Na hurra. Da putzt man sein Leben lang fleißig die Zähne, und am dann fallen sie einem doch aus, ohne dass man was dagegen machen kann. Da kommen spätestens im Winter Schmerzen und Kosten auf mich zu. Beides ungewollt, aber nicht zu vermeiden.
Irgendwie habe ich das Gefühl, das jetzt der rechte Zeitpunkt für einen Weltuntergang ist...

In diesem Sinne,
Francis Fortune


P.S.: Fällt mir schwer, hier zu Hause den normalen Alltag zu leben. Meine Frau bemüht sich, ganz normal zu sein. Sie versucht zu reden, zu lachen, zu leben. Wahrscheinlich versucht sie auch zu lieben, bin mir aber nicht ganz sicher. Ich zweifle mittlerweile auch. Nicht nur an mir, nicht an unserer Liebe. Ich bin mir nicht sicher, was mit ihr nicht stimmt. Sie wird es nicht schaffen, alleine damit zurecht zu kommen. Ich kann und darf ihr das nicht sagen, leider. Sie muss alleine darauf kommen. Feststellen, dass etwas gravierendes nicht stimmt, denn sie kommt im Moment nicht einmal mit sich selbst zurecht. Ich würde ihr gerne helfen, darf und kann es aber nicht. Vielleicht ihr Mutter, ihre Großeltern, ihr Bruder oder ihre Schwester. Oder ein Arzt.
Ich halte durch, wegen den kleinen Momenten, wegen unserer Tochter, wegen unserer Liebe. Es kostet Kraft.




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Montag, 19. August 2019
Jeden Montag...
... das selbe, miese Gefühl. Schlaflose, nicht erholsame Nacht gehabt, gekrönt mit einem Albtraum, indem ich meine Frau verlassen habe.
Man sollt meinen, dass unsere Ehe wieder vorwärts geht, zu retten ist. Vermute aber, dass wir uns beide nur etwas vormachen. Mag sein, dass ich heute morgen unausgeschlafen und nicht neutral bewerte, - ist aber so. Weiterhin wird das brisante Thema ausgeschwiegen, weiterhin Berührungsverbot, weiterhin keine netten Worte. Und das zehrt an meinen Nerven...

Hurra, hochmotiviert und völlig entspannt in die neue Woche. Muss endlich wieder was abarbeiten, es ist zuviel liegen geblieben. Kann mich nur nicht motivieren!

In diesem Sinne,
Francis Fortune

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Donnerstag, 15. August 2019
immer so weiter...
Kurz bevor ich ertrinke, zieht sie meinen Kopf ein Stück aus dem Wasser. Davon träume ich sogar schon!
Die vorletzte Nacht auf der Couch war unbequem, dafür traumlos. Heute Nacht wieder das Bett benutzt, - und wieder bis früh morgens wach gelegen. Meine Frau nimmt mich wieder in den Arm, redet mit mir, hält Abends imm Bett beim Lesen meine Hand...

Und ich würde sie so gerne mal wieder in Dessous sehen. Sie nackig im Bett vorfinden, sie lieben dürfen. Ich liebe und begehre sie. Immer noch und mehr denn je.

Schluß jetzt, bin schließlich im Büro zum Arbeiten, nicht zum Jammern!

In diesem Sinne,
Francis Fortune

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