Montag, 17. Februar 2020
Hunde-Tage...
Ja, heute endlich wieder Montag! Zwar ein grauer und ungemütlicher Wintertag, aber ein sicherer, planbarer und logischer „All“-Tag. Die Normalität scheint wieder hergestellt zu sein, und das beziehe ich jetzt ausnahmsweise mal nicht auf meine Frau, bei der ist eh nichts mehr „normal“. Nein, um es genauer zu erklären: Wir sind auf den Hund gekommen..., bzw. waren es kurzzeitig! Vor ein paar Wochen hatte es angefangen, meine Frau und meine Tochter haben das Thema Hund angesprochen, bzw. den Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass sie gerne wieder einen in der Familie haben wollen. Und obwohl ich mich bemüht hatte, alle schlechten Seiten, die Kosten, die Verantwortung, die geänderten Rahmenbedingungen (Arbeitszeit, kann nicht mehr mit mir in die Forma kommen wie Molly früher), die Eingewöhnungsphase, das Gassi gehen, die Erziehung und alles andere als Buh-Mann vorgetragen habe, musste ich mich mehr oder weniger bereit erklären, dem Thema offen gegenüber zu treten. Und ja, zugegeben, ich vermisse meine Molly sehr und würde gerne wieder einen treuen und haarigen Begleiter an meiner Seite haben. Und trotzdem meldet mein Bauchgefühl reichlich Zweifel an, wenn es um das Thema geht. Ich habe es also offen gelassen und gesagt, dass der liebe Gott dafür schon Sorge tragen wird, wenn er der Meinung ist, dass bei uns wieder ein Hund einziehen soll.
Da meine Frau zuweilen etwas ungeduldig ist und meine Tochter am laufenden Band Hundebilder produzierte, hat sie den lieben Gott etwas unterstützt und nachgeholfen. Bei diversen Hundepflegestellen hat sie mit meiner Tochter stundenlang Hundebilder im Netz angesehen und schließlich Palomo gefunden, - ein 1,5-Jahre alter Bracke-Mix aus Spanien. Seit zwei Monaten in Deutschland, Vorgeschichte unbekannt, in der zweiten Pflegestelle angekommen. Um es etwas abzukürzen: Es gab einen Kurzbesuch bei uns, dann war er für drei Tage bei uns, drei Tage wieder in der Pflegestelle und letzt Woche Mittwoch sollte er dann schon bei uns einziehen. Hatte dafür extra Donnerstag und Freitag Urlaub eingereicht. Er sollte stubenrein sein und auch kurze Zeit alleine in der Wohnung bleiben können. Sollte...
Habe das Wochenende zum Großteil mit putzen verbracht und letztendlich den spanischen Problem-Hund wieder zurück zur Pflegestelle gebracht. Vom Grundsatz her ein hübscher Hund mit viel Potential, allerdings würde man mindestens sechs Monate benötigen, um ihn halbwegs sozialverträglich zu erziehen. Acht Stunden alleine in der Wohnung wird da auf laaaaange Zeit noch nicht drin sein.
Fazit: Frau, Kind und definitiv auch ich wollen eine brave und liebe Molly. Von daher ist das Thema Hund erstmals vom Tisch und ich werde verflixt gut aufpassen, das es auch dabei bleibt. Molly war Molly, - die gibt es kein zweites Mal.

In diesem Sinne,
Francis Fortune


P.S.: Ein kleines bissl Sorgen habe ich mir heute Mittag um mich gemacht, als ich meine Burger-Packung aufmachen wollte und mein Augenmerk auf den Aufruck auf der Packung gelenkt wurde. Hatte erst gezweifelt, ob ich das richtig gelesen habe. Danach verzweifelt darüber nachgedacht, ob ich das versehentlich schon mal falsch gemacht habe. Dann habe ich gegrübelt, ob dieser Hinweis ernst gemeint ist. Am Ende hatte ich eigentlich nur noch vor dieser Welt Angst...

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