Freitag, 9. August 2019
Ich, der Böse...
Tja, am Tonsee auf dem Campingplatz. Erkenntnis: Ich bin durch. Habe es versucht, habe mich bemüht, aber ich kann nicht mehr. Meine Frau schafft es, sich tatsächlich einzubilden, dass ich der Böse bin. Habe versucht ihr klar zu machen, dass ich nicht mehr kann und das es so nicht weitergehen kann. Drei Monate Ausnahmezustand, keine wirkliche Kommunikation, keine Gefühle, - was soll da noch kommen? Ich kann mir zumindest nicht vorwerfen lassen, dass ich es nicht versucht habe. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, war selbstkritisch, habe versucht zu retten was zu retten sein könnte. Aber heute hat sie mir deutlich gemacht, dass es gar keinen Sinn mehr macht. Sie will mehr Zeit, sie will mehr Verständnis, sie will...
Und ich bin Scheißegal. Was ich möchte, was ich brauche, was ich denke... - völlig unwichtig. Wenn dann habe ich gefälligst zu funktionieren, das war es dann aber auch schon. Maximal noch ertragen, dulden, aushalten.
Madame liegt neben mir im Bett, schläft ihren Unschuldsschlaf. Ich habe zu machen. aber nicht zu wollen. Und nicht zu reden. Quasi: sei froh, dass es noch so ist, wie es ist.

Ich kann nicht mehr. Und so langsam möchte ich eigentlich auch nicht mehr. Die Liebe lässt nach, nur „mein“ Kind hält mich davon ab, Kurzschlußreaktionen walten zu lassen. Tendenz fallend...

In diesem Sinne,
Francis Fortune


P.S.: ja meine liebe Ehefrau, ich freue mich über die Frühstücksbrote. Die ersetzen aber nicht das „ich liebe dich“...

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